Psychosomatik

Es geht uns gut, wenn wir uns innerlich entspannt und gelassen fühlen, wenn die Dinge, die wir erleben, mit unseren Erwartungen und Vorstellungen überwiegend übereinstimmen. In diesem Zusammenhang wird häufig von innerer Balance gesprochen. Also die subjektive Wahrnehmung entspricht der inneren Vorstellung, produziert ein positives Lebensgefühl, impliziert eigene Handlungsfähigkeit und Beeinflussung des eigenen Lebens. Geraten wir außer Balance, also das was ist, widerspricht den Vorstellungen, wird dies als unangenehm empfunden, innere Spanungen bauen sich auf, die irgendeine Form annehmen. Häufig stellt sie sich über Unruhe dar, über Ängste oder Aktivitäten. Gelingt es nicht, diese Spannungen wieder zu neutralisieren, wird immer stärker versucht, die Spannung zu kompensieren, das kann auch mit Hilfe von Tabletten, Alkohol und Drogen erfolgen, es können sich aber auch Ängste, Schlafstörungen, Schmerzen und andere Symptome darstellen. Psychosomatik: Symptome die psychischen Ursprung haben, also aufgrund innerer Spannung. Diese Reaktionen laufen nicht bewusst ab, sondern sind vom Unterbewusstsein gesteuert und dienen als Abwehr- bzw. Schutzmaßnahme. Um dér Kompensation über Psychosomatik auszuweichen, müssen bessere Lösungen zur Reduktion der Spannungszustände entwickelt werden.

Das Unterbewusstsein hat also eine eigene Idee von Schutz für uns. Nun ist das Unterbewusstsein aber auch der Ort, an dem alles Erlebte gespeichert ist. Nach den gesamten Erfahrungen und Auswertungen werden Regelmäßigkeiten zusammengefasst und daraus Verhaltensmuster gestrickt. Das heißt zum Beispiel:
Ein Kind verlor mit 2 Jahren im Kaufhaus seine Eltern. - Situation: Alle weg, Gefühl: Angst, Verlassen, keine Kontrolle, Reaktion: zittern, weinen, schreien.
Mit 7 Jahren verpasste es den Bus auf der Klassenfahrt, Situation: Alle weg, Gefühl:Angst, Verlassen, keine Kontrolle, Reaktion: zittern, weinen, ...
Mit 10 Jahren trennen sich die Eltern - Allein - Keine Kontrolle, gleiche vegetative Reaktion...
Mit 15 Jahren - Trennung vom ersten Freund: Allein - Keine Kontrolle, - das Muster ist fest etabliert.
(das ist nur ein Beipiel zur Vorstellung der Wiederholung und Festigung des regressiven Verhaltens)
Um nicht in diesen alten Verhaltensmustern hängen zu bleiben und diese immer wieder zu aktivieren, bzw. bei der Erwartung oder Befürchtung ähnlicher Situationen nicht immer wieder in die gleichen Abwehr- oder Vermeidungsmuster zu geraten, sind neue Bewertungen und Verhaltensstrategien Kraft der Gedanken nötig. Welche negativen Gedanken und Grundannahmen liegen vor? Gibt es andere Blickwinkel, welche Folgen entsprechen der Realität, welche Folgen resultieren aus der Änderung des Verhaltens, neue Erfahrungen können neue Bewertungen nach sich ziehen und eine Veränderung auf der Gefühlsebene und damit eine Unterbrechung und Veränderung des bisherigen Schemas bewirken.